Donnerstag, 3. Februar 2011

Besser im Bild

Gestern habe ich auf www.bildblog.de erstmals davon gelesen und es natürlich gleich ausprobiert. Und ja: Es stimmt. Wenn man auf dem iPad die Online-Seite der "Bildzeitung" aufrufen will (www.bild.de), dann ... dann geht sie nicht. Es erscheint lediglich eine Seite, auf welcher der Kunde aufgefordert wird, die kostenpflichtige App zu kaufen.

Das Positive daran: iPad-Nutzer können die Bild-Homepage nicht mehr aufrufen. Juhu! Da kann man nur allen Eltern sagen: Gebt euren Kindern ein iPad. Immerhin können sie damit künftig eine moralisch verkommene Seite weniger ansurfen.

Beunruhigend ist es dennoch. Offenbar ist es möglich, nur für das iPad normale Internetseiten zu sperren, um damit Kunden zu zwingen, kostenpflichtige Apps zu kaufen. Das könnte durchaus Schule machen. Als nächstes geht vielleicht die Online-Seite der Süddeutschen Zeitung nicht mehr. Oder Google kommt auf die Idee, für seine Dienste auf dem iPad plötzlich Geld zu verlangen, und verweist auf eine kostenpflichtige Google-App.

Ob sich Apple damit einen Gefallen tut, möchte ich bezweifeln. Denn es wird sich schnell herumsprechen, wenn auf dem iPad ganz normale Online-Seiten plötzlich Geld kosten, die zugleich von Notebooks oder PCs aus weiterhin kostenlos aufgerufen werden können.

Kommentare:

  1. Ich denke, das iPad wird hier Vorreiter sein und, wie du ganz richtig schreibst, könnten demnächst ein Großteil der (Qualitäts)zeitungen auch im Netz hinter einer Paywall verschwinden.

    Deren Internet-Anbebot lässt sich nur mit Banner-Ads nicht finanzieren und wenn das iPad beweist, dass genügend Leute bereit sind, für Online-Inhalte zu zahlen, werden sie das Modell auch auf anderen Plattformen anwenden.

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  2. Die können ja gerne Geld für ihre Inhalte verlangen. Aber dann doch bei allen, und nicht nur bei bestimmten Gerätenutzern. Ich würde keinen Fernseher kaufen, bei dem ich für einen TV-Sender Geld bezahlen muss, wenn ich den gleichen Sender über ein anderes TV-Gerät kostenlos sehen kann.

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