Donnerstag, 8. Dezember 2016

Bio-Öl im Benzin, Mineralöl im Veggie-Food

Der "Veggie-Boom lässt nach" heißt es auf Spiegel-Online. Schuld seien die mangelhaften "Ersatz-Produkte", also Lebensmittel, die versuchen, Wurst oder Fleisch zu imitieren. Doch dann lese ich in besagtem Spiegel-Artikel, dass allerlei Tests immer wieder eine "überraschend hohe Belastung" mit Mineralölbestandteilen in den Veggie-Produkten gefunden hätten. Und ich denke: Was? Wieso ist denn da Mineralöl im Veggie-Essen? Soll es etwa als "vegane" Alternative zu tierischen Fetten dienen oder was? Natürlich geht der Artikel da nicht groß darauf ein, da muss man schon ein wenig nachforschen. Und die Antwort ist ganz simpel: Es liegt an Verpackungen, die aus Recycling-Papier hergestellt wurden. Der gefährliche Stoff steckt in der Druckfarbe des Ausgangspapiers, und der ist offenbar hoch aggressiv. Natürlich wird für die meist "öko-bewusste" Zielgruppe der Veggie-Esser gerne Recycling-Verpackung genommen. Nachdem sich das mit dem Öl-Rückständen allerdings rumgesprochen hat, wird für Verpackung in der Regel kein Recycling-Material mehr verwendet. Zwar ist unklar, ob dieses Öl überhaupt negative Auswirkungen auf den Körper hat, aber zumindest hat es negative Auswirkungen auf Testergebnisse. Nur ist dieses Zeug wohl so aggressiv, dass es auch von benachbarten Verpackungen oder aus Transportverpackungen stammen kann. Das wandert dann sowohl durch Papphüllen wie auch durch Folienverpackungen. Es hat aber nichts damit zu tun, dass ein Produkt ein "Veggie-Produkt" ist. Das Zeug fand sich auch schon in der Schokolade Weihnachtskalendern und Bio-Müsli.

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