Mittwoch, 15. Juli 2009

Popcorn-Fernsehen

Die HBO-Serie "True Blood", basierend auf der Buchreihe von Charlaine Harris, ist der Megaerfolg in den USA. Die ersten drei Folgen der zweiten Staffel brachten zwischen zehn und zwölf Millionen Zuschauer, und das wohlgemerkt auf einen "Bezahlsender", den nur ein Drittel der US-Haushalte empfangen können!

Der Verantwortliche der Serie, Alan Ball, der bereits für den grandiosen Serienerfolg "Six Feet Under" verantwortlich war, bezeichnet die Serie übrigens als "Popcorn-Serie"! Dann meint er: "Da passiert eine Menge unter der Oberfläche, und ich mag diese Ebenen, denn ich liebe es, vielschichtige Geschichten zu erzählen."

"True Blood" ist romantisch, sexy, actionreich und eine clevere Sozialsatire. Eine Vielschichtigkeit, die sich anscheinend auszahlt. Über eine Million mal verkaufte sich die erste Staffel in den USA auf DVD. Dass Vampire im Moment so beliebt sind, spielt vielleicht auch eine Rolle.

Am Ende bleibt nur noch die Frage, warum zurzeit das Popcorn im Kino so viel langweiliger schmeckt als zu Hause.

Kommentare:

  1. Wie es der Zufall will, hab ich gestern die erste Folge der zweiten Staffel gesehen. Aber irgendwie hatte ich da ein paar Geschichtslücken. Werde wohl das Ende der ersten Staffel noch mal gucken müssen, um da wieder einzusteigen.

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  2. /sign!

    Für mich war die erste Staffel "True Blood" schon letztes Jahr immer ein Highlight. Die Premiere der neuen Staffel war gut, danach fehlte mir allerdings etwas der Schwung, man hatte das Gefühl, die Serie dreht sich im Kreis und man dachte sich "Wann gehen die denn nun endlich nach Dallas?" Jetzt sind sie da, und schwupps, Folge 4 war auch gleich wieder super!

    "True Blood" macht einfach Spaß beim Zuschauen, sieht gut aus und bleibt durch das Fantasy-Element ein Stück weit unvorhersagbar und damit spannend. Wer will, kann sogar nach dem Abschalten noch drüber nachdenken. Einfach toll!

    Das Popcorn schmeckt besser, weil man im Fernsehen derzeit mal eher an eine Tüte mit einer aufregenden Geschmacksrichtung gerät, die man das erste Mal probiert.

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  3. Komisch, dass das Fernsehen - was Unterhaltung angeht - inzwischen experimentiertfreudiger geworden ist als das Kino...

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  4. Hallöle,
    das Fernsehen ist derzeit nicht nur experimentierfreudiger, sondern qualitativ mit Abstand besser als der neiste Kino-Müll.
    Vielleicht weil man im TV einfach auch mal etwas wagen kann, ohne sofort auf die Einspielergebnisse zu schielen. Auch wenn dort ein Quotendruck herrscht...

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