Donnerstag, 25. Oktober 2012

The Big Friends Theory

"The Big Bang Theory" startete als eine Nischen-Sitcom.

Dann kam der große Mainstream-Erfolg. Ein Erfolg, der sogar die Macher überraschte. Leider führte er dazu, dass das Konzept immer mehr aufgeweicht wurde.

In den ersten Folgen war Penny die einzige weibliche Stamm-Figur der Serie. Und sogar sie war in einigen Folgen so wenig präsent, dass ich mich manchmal fragte, ob sie überhaupt noch mitspielt. Denn schließlich ging es nie um Penny. Es ging um eine Gruppe von befreundeten Nerds.

Inzwischen sind mit Amy und Bernadette zwei weitere weibliche Hauptcharaktere hinzugekommen, und zu Beginn der sechsten Staffel wurde offenbar noch eine Figur eingeführt, vermutlich als Ersatz für die unerträgliche Schwester von Raj. Statt nerdigen Gesprächen erleben wir seitdem immer mehr weibliche Kaffeekränzchen, in denen sich die Damen über Jungs unterhalten. Derartige Szenen aber haben in einer Serie wie "The Big Bang Theory" nichts verloren.

Wenn die Macher glauben, frischen Wind zu brauchen, dann sollten sie neue Nerds einführen. Stattdessen gibt es Frauen, und mit ihnen auch gehäuft Frauenthemen, die mehr und mehr zu rührseligen "Friends"-Momenten führen, in denen das zu hörende Publikum im "Friends"-Stil mit störend gekünsteltem "Ooohhh" aufseufzt.

Die Mainstreamisierung von "The Big Bang Theory" wird jedoch nicht aufzuhalten sein, denn die Macher werden logischerweise den Teufel tun, ihren Erfolgskurs zu ändern. Und zugegeben: "The Big Bang Theory" ist nach wie vor eine witzige Serie mit erstaunlich vielen Gags, die funktionieren. Aber die Ecken und Kanten, die einst das Besondere ausmachten, werden am Ende auf der Strecke bleiben.

Kommentare:

  1. Hallo Thomas, also ich finde die Mädels eine gute Ergänzung. Zumal sie durchaus auch Nerds sind, auf ihre Weise.

    Grüße, Jonas

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  2. Dennoch, die letzte Folge in den USA mit Sheldon und seinem Long Island Ice Tea war wieder ein absolutes Highlight!

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