Sonntag, 10. Mai 2009

Dollhouse-Finale

Nun lief in den USA die vorerst letzte Folge von "Dollhouse". In einigen Wochen wird sich zeigen, ob das nun ein Serienfinale oder ein Seasonfinale war. Viel Grund zur Hoffnung, dass die Serie fortgesetzt wird, gibt es leider nicht.

Was ist nun zur ersten "Dollhouse"-Staffel zu sagen? In einem Kommentar las ich: "Es ist besser als das meiste, das so im Fernsehen läuft." Und dem kann ich nicht widersprechen. Allerdings kann ich dem so gut wie nie widersprechen. Bei all den hirnlosen Laber- und Castingshows müsste eine TV-Serie schon gar keine Handlung haben, um nicht besser zu sein als "das meiste im Fernsehen".

Bei "Dollhouse" erhält man alle gewohnen Joss-Whedon-Zutaten. Comic-Charaktere, coole Action, hübsche Darsteller und Geek-Sprüche wie "He's like Soylent Green. He's people!", bei denen der Genre-Fan freudig grinst, weil er etwas verstanden hat, bei dem die meisten gewöhnlichen Zuschauer ratlos bleiben.

Es reichte nicht. Nicht für einen Quotenhit, und nicht für eine herausragende Serie. Aber es reichte für eine unterhaltsame Serie! Und das ist ja auch schon was. Und daher würde ich "Dollhouse" auch bei einer zweiten Staffel die Treue halten. Wenn sie denn kommt.

Das (Season?-)Finale war unterhaltsam. Ein paar Phrasen über die unauslöschbare Seele und die Frage, was eine Person auszeichnet, gaben sich tiefgründiger als sie waren. Und nicht jede Überraschung erwies sich als der "große Game-Changer", ein Wort, das Serienmacher in der letzten Zeit ein wenig arg vorschnell verwenden. Denn eines ist sicher: Bei allen Überraschungen, mit denen das
(Season?-)Finale aufwartete, eine zweite Staffel kann und wird dem gleichen Schema folgen wie Staffel 1.

Kommentare:

  1. Wobei ich mich an drei Beispiele aus den letzten beiden Jahren erinnern kann, wo Serienmacher konkret das Wort Game-Changer benutzten: Beim Season 3-Finale von "Lost", beim Season 2-Finale von "Chuck" (jeweils zutreffend), und der story- und qualitätsmäßige Game-Changer der sechsten "Dollhouse"-Folge war nach den fünf Folgen zuvor durchaus auch überfällig. :-)

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  2. Also, bei "Lost" war es richtig! :-)

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  3. Und bei Chuck wohl auch. Sollten wir da je eine dritte Staffel sehen, dann hat das neue Intersect ja mal etwas mehr runtergeladen als nur ein paar trockene Agenteninformationen....

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  4. "He's like Soylent Green. He's people!"

    Ach, da darf ich dann auch mal grinsen :-) Igitt!

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  5. Tja also, ich fand das Finale durchgehend fesselnd, und es hatte einen großartigen Bösewicht. Auch das Thema mit den multiplen Persönlichkeiten fand ich faszinierend, auch wenn es zu großem Teil nicht über ein paar aufgesetzt und wie an die Zuschauer gerichtet wirkende Dialoge hinaus kam. Nach dem Motto: Hier Leute, jetzt gibt es mal schnell ein paar philosophische Sätze.

    Die - zu erwartende - Enttäuschung der Folge sowie der ganzen Serie ist, daß am Ende wieder alles auf Null steht und die Hauptfigur keine Entwicklung erfährt. Hinzu kommt die schwache Darstellerin, die in jeder Rolle gleich wirkt. Jede einzelne Nebenfigur der Serie - die anderen Dolls inbegriffen - ist überzeugender. Sie alle bekommen aber auch interessantere Storys.

    Joss Whedon könnte uns so sicher wieder ein paar Jahre bei Laune halten, und ich werde es weiter gespannt und mit Spaß verfolgen. Aber die zentrale Schwäche der Serie bleibt bestehen.

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